LRS Test

Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS / Legasthenie) im Erwachsenenalter – erkennen, entlasten, stärken

Was ist LRS?

Die Lese-Rechtschreib-Schwäche – auch als Legasthenie bezeichnet – ist eine spezifische Lernstörung, bei der das Lesen und/oder Schreiben deutlich erschwert ist, obwohl die allgemeine Intelligenz im Normbereich liegt. Bei vielen Betroffenen besteht die Störung bereits seit der Schulzeit, wird jedoch erst später als solche erkannt – etwa im Rahmen von beruflichen Herausforderungen, einer psychologischen Abklärung oder in Ausbildungssituationen.

Typische Hinweise auf LRS im Erwachsenenalter:

  • Langsames, mühsames oder fehleranfälliges Lesen
  • Schwierigkeiten beim fehlerfreien Schreiben (z. B. in E-Mails, Berichten, Formularen)
  • Probleme mit Rechtschreibung, trotz häufiger Kontrolle oder technischer Hilfsmittel
  • Unsicherheit beim Schreiben unter Zeitdruck
  • Vermeidung von schriftlichen Aufgaben, Bewerbungsschreiben oder Weiterbildungen
  • Schamgefühle oder negative Erinnerungen an schulische Misserfolge

Viele Erwachsene mit LRS haben gelernt, mit diesen Herausforderungen zu leben oder sie zu kompensieren – aber nicht selten auf Kosten des Selbstwertgefühls oder beruflicher Möglichkeiten.

Warum eine späte Diagnose sinnvoll sein kann

Eine fundierte Abklärung kann helfen, alte Belastungsmuster besser zu verstehen und neue Wege im Umgang mit Schriftlichkeit zu entwickeln – etwa durch technische Hilfsmittel, strategische Kompensation oder gezielte Förderung. Auch bei beruflichen Veränderungen, Weiterbildungen oder der Beantragung von Nachteilsausgleichen (z. B. bei Prüfungen) kann eine offizielle Diagnose hilfreich sein.

Eine Diagnostik ist sinnvoll, wenn Sie z. B.:

  • seit Jahren mit dem Schreiben kämpfen und sich dadurch beruflich eingeschränkt fühlen
  • beim Lesen schnell ermüden oder den Inhalt schlecht behalten
  • Texte immer wieder überarbeiten müssen, um Fehler zu vermeiden
  • negative Schulerfahrungen mit Sprache hatten und heute noch darunter leiden
  • sich fragen, ob es eine erklärbare Ursache für Ihre Probleme mit Schriftsprache gibt

Ablauf der Diagnostik in meiner Praxis

  1. Vorgespräch:
    In einem ersten Termin besprechen wir Ihre bisherigen Erfahrungen, den konkreten Anlass für die Diagnostik und Ihre persönlichen Ziele.
  2. Anamnese und Fragebögen:
    Zur Vorbereitung erhalten Sie einen Fragebogen zu Ihrer Lese- und Schreibbiografie. Falls relevant, können auch Unterlagen aus Ausbildung, Beruf oder früherer Diagnostik einbezogen werden.
  3. Testdiagnostik:
    Die Testung erfolgt mit wissenschaftlich fundierten Verfahren, angepasst an das Erwachsenenalter. Erfasst werden unter anderem:

    • Leseflüssigkeit und -verständnis
    • Rechtschreibfähigkeiten
    • Schreibstrategien und Fehlertypen
    • begleitende kognitive Funktionen (z. B. Aufmerksamkeit)
  4. Auswertung und Befundbesprechung:
    In einem ausführlichen Abschlussgespräch erhalten Sie eine transparente Rückmeldung über die Ergebnisse. Auf Wunsch erstelle ich ein schriftliches Gutachten, das Sie z. B. in Studium, Beruf oder für Prüfungsnachteilsausgleiche verwenden können.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

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Necip Yurddas
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