Emotionsdiagnostik

Emotionsdiagnostik – Gefühle verstehen, seelisches Erleben klären

Was ist Emotionsdiagnostik?

Die Emotionsdiagnostik ist ein psychologisches Verfahren zur professionellen Einschätzung emotionaler Reaktionen, Regulationsfähigkeiten und psychischer Belastung. Sie hilft dabei, das eigene emotionale Erleben besser zu verstehen – besonders dann, wenn Gefühle als überwältigend, schwer steuerbar oder nicht nachvollziehbar empfunden werden.

Häufig stehen dabei Fragen im Raum wie:

  • Warum reagiere ich so emotional?
  • Wieso belasten mich bestimmte Situationen übermäßig?
  • Ist das noch normal oder bereits behandlungsbedürftig?

Eine Emotionsdiagnostik schafft hier Klarheit. Sie kann emotionale Reaktionsmuster sichtbar machen und helfen, seelische Belastungen (z. B. Ängste, depressive Verstimmungen, emotionale Instabilität) zu erkennen – bevor sie chronisch werden.

Wann ist eine Emotionsdiagnostik sinnvoll?

Eine fundierte diagnostische Abklärung kann hilfreich sein, wenn:

  • Sie sich häufig überfordert, gereizt oder erschöpft fühlen
  • Ihre Stimmung unvorhersehbar schwankt oder scheinbar grundlos kippt
  • Ängste, Grübelneigung oder Rückzugstendenzen zunehmen
  • körperliche Symptome ohne klare medizinische Ursache auftreten (z. B. Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden)
  • Sie Schwierigkeiten im sozialen Miteinander erleben oder wiederholt in Konflikte geraten
  • der Verdacht auf eine psychische Störung besteht (z. B. Depression, Angststörung, emotionale Instabilität)
  • Sie überlegen, eine Psychotherapie zu beginnen und eine fundierte Einschätzung der Ausgangslage wünschen

Auch im Rahmen beruflicher Belastungen, nach belastenden Lebensereignissen oder zur Klärung innerpsychischer Fragestellungen (z. B. „Wo stehe ich gerade emotional?“) kann die Emotionsdiagnostik wertvolle Orientierung geben.

Ziele der Emotionsdiagnostik

  • Erfassung emotionaler Belastung und innerer Spannungszustände
  • Einschätzung psychischer Symptome und deren Ausprägung
  • Analyse von Emotionsregulation, Stressverarbeitung und Selbstwert
  • Erkennen von Ressourcen und Risikobereichen
  • Entwicklung konkreter Handlungsempfehlungen für Therapie, Coaching oder Selbstfürsorge

Ablauf der Diagnostik

Die Emotionsdiagnostik in meiner Praxis erfolgt strukturiert, individuell angepasst und orientiert sich an aktuellen wissenschaftlichen Standards.

  1. Vorgespräch
    In einem unverbindlichen Erstgespräch klären wir Ihre persönliche Fragestellung, aktuelle Lebenssituation sowie Vorerfahrungen mit psychischen Belastungen. Dieses Gespräch dient zudem dem gegenseitigen Kennenlernen und der Vertrauensbildung.
  2. Anamnese und Fragebögen
    Sie erhalten strukturierte Anamnesebögen zur Erfassung Ihrer emotionalen Vorgeschichte, biografischer Einflüsse und psychosozialer Belastungsfaktoren. Ergänzend kommen psychologisch fundierte Fragebögen zum Einsatz, die verschiedene emotionale Bereiche abbilden (z. B. Stimmung, Ängstlichkeit, Impulsivität, Selbstwert, soziale Beziehungen).
  3. Testdiagnostik
    Je nach individueller Fragestellung werden spezifische Testverfahren durchgeführt. Diese erfassen unter anderem:

    • depressive oder ängstliche Symptome
    • emotionale Stabilität und Impulsregulation
    • Selbstwahrnehmung, Selbstwert und Bewältigungsstrategien
    • psychosomatische Reaktionen und Stressverarbeitung
      Die Testung erfolgt in ruhiger Atmosphäre, transparent und im eigenen Tempo.
  4. Auswertung und Befundgespräch
    Nach einer differenzierten Auswertung der Ergebnisse folgt ein persönliches Abschlussgespräch. Die Befunde werden nachvollziehbar erläutert und mit Ihnen gemeinsam in Beziehung zu Ihrer aktuellen Lebenssituation gesetzt. Auf Wunsch erstelle ich ein schriftliches Gutachten, das auch therapeutische oder beratende Empfehlungen enthält.

Was passiert nach der Diagnose?

Die Emotionsdiagnostik stellt eine wichtige Grundlage für alle weiteren Schritte dar – unabhängig davon, ob Sie bereits in therapeutischer Behandlung sind oder eine solche in Betracht ziehen. Mögliche nächste Schritte können sein:

  • Beginn oder Empfehlung einer geeigneten Psychotherapie
  • Teilnahme an Coaching oder Beratung zur Emotionsregulation
  • Weiterleitung an spezialisierte Fachstellen (z. B. Psychiater*in, Paarberatung, Stressbewältigungsangebote)
  • konkrete Vorschläge zur Selbstfürsorge und Alltagsstrukturierung
  • psychologische Unterstützung bei Veränderungsprozessen im Privat- oder Berufsleben

Wichtig: Emotionale Schwierigkeiten sind kein Zeichen persönlicher Schwäche – sie sind Ausdruck innerer Überforderung, ungelöster Konflikte oder belastender Lebensumstände. Eine frühzeitige und professionelle Klärung hilft, sich selbst besser zu verstehen und gezielte Schritte zur Entlastung einzuleiten.

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Necip Yurddas
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